Die Kita „Schwalbennest“ ist eine privat gegründete Kindertagesstätte in Berlin-Johannistal, in der 29 Kinder im Alter von 1 Jahr bis zur Einschulung betreut werden. Die Kita sichert auf Basis der Wald- und Naturpädagogik die Betreuung der Kinder mit und ohne Behinderung bis zur Einschulung. Die Lage in der Nähe des ehemaligen Flugfeldes Johannistal und der  Königsheide bietet ein entsprechendes Umfeld. Die Kinder der Gruppe Schwalben (Ü3) laufen täglich in den Wald, wenn die Witterungslage dies zulässt, und verbringen dort mit Angeboten und der Natur an sich kostbare Zeit inmitten der Natur.

 

pusteblume

Menschen entwickeln sich. Von Geburt an gestalten sie ihre Entwicklung durch inneren Antrieb mit. Dieser innere Antrieb ermöglicht das Erlernen des Laufens, das Sprechen und all die anderen kleinen Schritte, die ein Kind auf dem langen Weg des Erblühens macht.

Gerade Kinder, deren Raum zur Kreativitätsentfaltung oft eingeschränkt ist, bekommen durch den Wald einen konstanten und doch veränderlichen Spielgefährten. Ist es in einem geschlossenen Raum schnell zu laut für unsere Kleinen, so bietet der Wald einen unendlichen Raum, in dem der Schall frei gelassen wird. Hierdurch entsteht eine stressfreie, angenehme Umgebung, in der die Kinder spielen können.

In der Nest-Gruppe (U3) werden die Kinder entsprechend des Pikler-Konzeptes betreut. Nachdem alle Kinder angekommen sind und die Kinder der Gruppe Schwalben (Ü3) ihren Ausflug gestartet haben, gehen die Nest-Kinder in den großen Raum, um zu spielen, Bücher anzuschauen und das Atelier zu nutzen. Wenn das Mittagessen eingenommen ist, schließt sich die Mittagsruhe an. Das Mittagessen, sowie die spätere Vesper, folgen ebenfalls dem Pikler-Konzept. In der nachfolgenden gemeinsamen Spielzeit mit den Schwalben ergeben sich verschiedene Spiel-, Kletter- und Vorlesekonstellationen.

Wir freuen uns, wenn Du die Entwicklung der Kinder und unsere Arbeit unterstützen möchtest. Hier erklären wir Dir, wie das Spenden ohne Kosten für Dich selbst geht. Natürlich kannst Du auch

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zeitlicher Rahmen

Anzahl der Gruppen:
1 Gruppe mit 19 Kindern über drei Jahren alt
1 Gruppe mit 10 Kindern unter 3 Jahren alt

Öffnungszeiten:
Montags bis Freitags
07:30 – 16.00 Uhr Kernzeit
16.00 – 16.30 Uhr Spätdienst

Schließzeiten:
3 Wochen in den Sommerferien; zwischen Weihnachten und Neujahr.

An bis zu vier Teamtagen bleibt die Kita geschlossen.

Plannachmittage:

1 mal im Monat ab 15:30 Uhr geschlossen für die Team-Supervision.

Tagesrhythmus

  • 7.30 – 8.30 Uhr Bringzeit, Ankommen
  • 8.00 – 9.00 Uhr Frühstück
  • 9.00-11.00 Uhr Spiel- und Angebotszeit
  • ab 11.00 Uhr Mittagessen U3
  • ab 12.00 Uhr Mittagessen Ü3
  • ab 12.00-14.00 Uhr Ruhezeit
  • 14:30 bis 15.00 Uhr Vesper
  • bis 16.30 Uhr Spiel- und Abholzeit

Unser großes Ziel der Elternarbeit ist das Erreichen einer Erziehungspartnerschaft, in der Erzieher und Eltern sich in gegenseitigem Respekt gemeinsam und ebenbürtig füreinander öffnen. Hierfür wollen wir unsere Arbeit in der Kita für die Eltern so transparent wie möglich gestalten. Wir ergänzen uns gegenseitig und teilen die Verantwortung für die Förderung der kindlichen Entwicklung.

Die Kinder profitieren davon, da sie erleben, wie wir als Einrichtung mit der Familie an einem Strang ziehen. Beide Parteien sind an seinem Wohl und aneinander interessiert, ergänzen sich und bereichern sich wechselseitig. Offenheit, Kontaktfreude, Vertrauen sowie Geduld, Toleranz, Akzeptanz und Dialogbereitschaft sowie partnerschaftliche Umgangsformen sind hierbei unverzichtbar.

Für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, Leitung, Erzieher/innen und Eltern sind verschiedene Kommunikationsstrukturen wichtig. Bereits mit der Eingewöhnung werden spezifische Informationen bezüglich des Kindes zwischen pädagogischem Personal und Eltern ausgetauscht. Hier werden sowohl pädagogische Arbeitsweisen, als auch konzeptionelle Fragen besprochen und transparent aufgezeigt. In regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen wird weiterer Raum zum Austausch geboten. Täglich bietet die Abholzeit Gelegenheit für einen offenen Wortwechsel.

Die Eltern bekommen die Möglichkeit, in regelmäßig stattfindenden Elternversammlungen Anregungen, Wünsche, Kritik und Vorschläge zu äußern und sie erhalten die Möglichkeit mitzuwirken bei z.B. der Organisation von Kitareisen, Feste oder Ausflügen. Im Erzieher-Team wird über pädagogische und die Gruppe betreffende Angelegenheiten entschieden. Zusätzlich leisten die Eltern einen wertvollen sozialen Beitrag und unterstützten die Kita nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten in enger Absprache mit der pädagogischen Leitung. Nicht nur eine Identifizierung mit dem Kindergarten wird angestrebt, sondern vor allem eine familiäre Atmosphäre.

Einbringen von Fähigkeiten und Fertigkeiten in Form von Angeboten ist nicht nur bei den Kindern beliebt. Beispiele sind die Gestaltung einer Internetseite, das Organisieren von Gartenfesten, Ausflügen (Jahresausflug), Berufs- und Hobbyerkundungen oder Lesepaten. Weitere Ideen sind: Kinderkochen, Handwerksarbeiten, Kindergärtnern, Nutzen eines Busses für Ausflüge, Material- und Sachspenden, Gartenspenden, Geldspenden, Spendersuche usw.

Es werden ein Elternbeirat sowie ein Sprecher gewählt, der im engen Austausch mit der Kitaleitung und dem Träger steht. Im Mittelpunkt aller Überlegungen sehen wir die Kinder. Pädagogisches Fachwissen wird genutzt und bildet die Grundlage Ziele sowie Methoden verständlich aufzuzeigen. Im hauseigenen Elternpostfach können Elternbriefe oder Einladungen ausgelegt werden. Zusätzlich verfügt der Eingangsbereich über Informationen und ausreichend Platz für einen Austausch zwischen den Eltern.

Elternbeirat
Zu Beginn des Kindergartenjahres wird ein Elternbeirat gewählt, der die Erzieher/-innen in ihrer Arbeit unterstützen und beraten soll. Er fungiert als Sprachrohr zwischen Eltern und Erziehern. Feste und Feiern, wie die Oster- und Weihnachtsfeiern und das jährliche Sommerfest, werden im Jahreskreis von den Eltern, Erziehern und Kindern gemeinsam geplant und gestaltet. Bei Ausflügen und Besichtigungen sind die Eltern gern als Begleitpersonen gesehen.

Die wichtigste Regel ist, dass jedes Kind wetterfest gekleidet ist. Diese Regel ist in erster Linie an die Eltern gerichtet, da die Kinder erst im Laufe der Zeit ein gesundes Empfinden für die Wetterbedingungen und die damit verbundene Ausrüstung bekommen.

bei Kälte: mehrere Kleiderschichten, Ersatzhandschuhe und Strümpfe
bei Regen: Gummistiefel, Matschhose, Regenhut
im Sommer: langärmlige Oberteile und Hosen (Schutz vor Zecken und Mücken), festes Schuhwerk, Kopfbedeckung, Sonnencreme

Jedes Kind nimmt seinen eigenen Rucksack mit in den Wald. Darin befinden sich Trinkbecher, Brotzeit, Regenjacke, Ersatzhandschuhe und eine Sitzunterlage.

  • Es werden keine Beeren, Pilze oder Tiere gegessen. Es wird ausschließlich die Brotzeit verspeist.
  • Kein Kind läuft so weit weg, dass es keinen der Betreuer mehr sieht.
  • Niemand haut, schubst oder fügt in einer anderen Art und Weise jemand anderem Schmerz zu.
  • Wenn eine dieser Regeln gebrochen wird, werden die Begleiter von den Betreffenden angesprochen.

Unsere Ausstattung für den Wald

Im Bollerwagen der Kita sind Werkzeug, ein mobiles Telefon („Waldtelefon“), eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, Waschwasser, warmer Tee und Wechselkleidung untergebracht. Bei ganz schlechtem Wetter, wenn es also außerordentlich kalt, regnerisch oder stürmisch ist, bleiben wir in unseren Räumen.

Ein zeitlich immer wiederkehrender Ablauf des Vormittags, sowie wiederkehrende Rituale sind als Gegenpol zu den äußeren Einflüssen ein zuverlässiger Faktor und verleihen dem Kind Geborgenheit.

Im Rhythmus der Jahreszeiten
Thematisch sind unsere Spiele im Morgenkreis am jahreszeitlichen Rhythmus ausgerichtet und werden durch das unmittelbare Erleben im Wald in besonderem Umfange vertieft.

Bewegung
Die Impulse, die die Natur gibt, regen nicht nur zur mannigfaltigen Bewegung an, sondern schulen unsere innere und körperliche Balance. Der reichhaltige Bewegungswechsel fördert den Körper zu mehr Ausdauer und Kraft und schult die Geschicklichkeit. Aggressionen und Stress werden durch die natürliche Umgebung erst gar nicht aufgebaut. Weiterhin werden individuelle Bewegungsanregungen inszeniert. Hierdurch lernen die Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen. Wer ein Haus bauen möchte, muss zuerst das Fundament gießen und festigen, um eine solide Wohnstätte errichten zu können. Erst durch die Akzeptanz dieser Stärken und Schwächen ebnen wir den Weg zum Gedeihen einer resilienten Person. Zu einer Person, die den Mut aufbringt, eigene Schwächen zu akzeptieren, Stärken zu nutzen und Krisen zu überwinden.

Spielen
Spiele mit körperlicher Aktivität beugen körperlichen Entwicklungsstörungen vor. Natürliche, differenzierte, lustvolle Bewegungsanlässe fordern die Kinder zur Optimierung der Fein- und Grobmotorik auf und weisen die eigenen und die Grenzen der Natur auf.

In der Natur gibt es weder Belohnung noch Strafen. Es gibt Folgen. (Ingersol)

Spiele mit geistiger Aktivität (Denkspiele) dienen vor allem der Konzentration und dem Durchhaltevermögen, welches der erste Schritt zur Suchtprävention ist.

Musikalische und Rhythmische Erfahrung
Musikalische und rhythmische Elemente werden im Morgenkreis sowie im Tagesablauf integriert. Wir wecken Freude am Musizieren und die Sprachentwicklung wird in hohem Maße gefördert. Nebenbei wird Kulturgut gewahrt und weitergegeben sowie Kinderlieder der heutigen Zeit gesungen. Durch das Singen und Spielen auf Instrumenten entwickeln sich Regionen des Gehörs und Fingerfertigkeit.

Suchtprävention
Durchhaltevermögen, d.h. sich im Griff haben, mindert laut neuesten Studien die Suchtgefährdung erheblich. Dies übt sich zum einen beim gemeinsamen Singen eines Liedes und zum anderen bis zum Ende durchzuhalten oder sich zurückzunehmen, wenn ein Anderer im Spiel spricht oder dieses anleitet. All diese Dinge, welche als selbstverständlich für uns Erwachsene gelten, sind für Kinder eine Herausforderung und fördern die Durchhaltefähigkeit, welche später zur Abwendung von Suchtpotentialen behilflich sein kann.

Erfahren von Toleranz
„Wir sind so gern in der Natur, weil diese keine Meinung über uns hat“ (Friedrich Nietzsche). Die Geborgenheit der Natur, aufrührerische Haltung aber auch Stille und Geduld, die die Natur uns Menschen gibt, lässt aufhorchen. Sie regt ohne pädagogisches Arrangement dazu an, ihr tolerant gegenüberzustehen. Toleranz heißt bei uns, sich selbst, der Umwelt und den Mensch friedlich und geduldig entgegenzukommen und in hohem Maße zu akzeptieren. Die Daseinsberechtigung von Nichtmenschlichem und Menschlichem wird im Umgang und durch Erkenntnis erlernt. Weiterhin werden Spiele und Lieder aus anderen Ländern gesungen, welche die Freude und Neugier auf fremde Sprachen und die Akzeptanz und Toleranz untereinander fördern. Am eigenen Leib erfahren die Kinder die Akzeptanz durch die Erzieher. Kinder werden so akzeptiert wie sie sind. Stärken und Schwächen sind bewusst, aber nicht hinderlich. Erzieher sehen nicht nur die erreichten (Teil-) Ziele, sondern die gesamte Persönlichkeitsentwicklung.

Phantasie
Durch die spielzeugfreie Zeit im Wald entwickeln die Kinder eine besondere Wertschätzung gegenüber der Natur. Die kindliche Phantasie und Kreativität wird gefördert. Kinder gestalten, beobachten, entdecken, erforschen, vergleichen und berichten im eigenen zeitlichen Rahmen. Die Umrisse natürlicher Umgebung sind oft geheimnisvoll, undeutlich, unendlich mannigfaltig und darum sehr gut geeignet, die Phantasie anzuregen.

Ruhepausen
Um Erfahrungen zu verinnerlichen muss die Möglichkeit der Entspannung in einem abgestimmten Rhythmus gegeben werden, denn nur so entwickeln Menschen die Leidenschaft selbst aktiv zu werden und sind vor Erschöpfungszuständen gefeit.

Naturerfahrung
Wir machen auf Naturphänomene aufmerksam und erlangen somit ganzheitliches Wissen über ökologische Zusammenhänge. So lassen sich die entstehenden Erlebnisqualitäten, die -im Unterschied zur zivilisierten Umwelt- die Natur bietet, wie folgt zusammenstellen (vgl. Trommer/ Noack 1997):

  • Gleichzeitige Vielfalt von Reizen durch wechselnden Wind sowie durch wechselnde Lichteffekte, Temperaturen, Gerüche u.a.
  • Kontinuierlicher Wechsel der Reize über eine Skala von Tönungen von hell zu dunkel, trocken zu nass, warm zu kalt usw.
  • Die Instabilität und Fragilität der natürlichen Umwelt verlangt Wachsamkeit und Aufmerksamkeit.
  • Kontakt zu Lebendigem
  • Der ungestaltete Wald wird eine einprägsame Erfahrung, da er einen gesunden Ausgleich zur permanenten Reizüberflutung schafft.
  • Im Jahreskreislauf werden wichtige Ereignisse des Lebens wie Wachstum, Wandel, Vergänglichkeit und Kontinuität begreifbar.
  • Wir wollen beobachten, wie ein Baum nicht nur Blätter sondern ganze Äste fallen lässt, um über den Winter Kraft für ein pompöses Frühlingserwachen zu sammeln.
  • Wenn wir die Natur erleben wollen, müssen wir uns in ihr befinden.

Die Säulen unseres Konzepts könnt Ihr hier nachlesen.

  • Weihnachtsferien
  • Ostern
  • Tag der Arbeit
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Sommerferien drei Wochen

Kita Schwalbennest
Winckelmannstraße 70
12487 Berlin

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