Gerade Kinder, deren Raum zur Kreativitätsentfaltung oft eingeschränkt ist, bekommen durch den Wald einen konstanten und doch veränderlichen Spielgefährten. Ist es in einem Raum schnell zu laut für unsere Kleinen, so bietet der Wald einen unendlichen Raum, in dem die Lautstärke frei gelassen wird. Hierdurch entsteht eine stressfreie angenehme Umgebung, in der die Kinder spielen können.

Menschen entwickeln sich. Von Geburt an gestalten Menschen ihre Entwicklung durch inneren Antrieb mit. Dieser innere Antrieb ermöglicht das Erlernen des Laufens, das Sprechen und all die anderen kleinen Schritte, die ein Kind auf dem langen Weg des Erblühens macht.

grasshuepfer

Die Kita „Wuhlmäuse“ ist eine privat gegründete Kindertagesstätte in Berlin-Köpenick, in der 18 Kinder im Alter von 2 Jahren bis zur Einschulung betreut werden. Die Kita soll auf Basis der Waldpädagogik die Betreuung der Kinder mit und ohne Behinderung bis zur Einschulung sichern.

Der WaldtagElternarbeitRegeln im WaldPädagogische ZieleWir gehen in den WaldSäulen unseres KonzeptesSchließzeitenPostadresse

zeitlicher Rahmen

Anzahl der Gruppen:
eine Regelkindergartengruppe

Öffnungszeiten:
Montags bis Freitags
8.00 – 16.00 Uhr Kernzeit
16.00 – 16.30 Uhr Spätdienst

Schließzeiten: Drei Wochen in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr

Plannachmittage:
Jeden zweiten Monat ist an einem Nachmittag der Kindergarten ab 15.00 Uhr geschlossen und es findet lediglich eine Notbetreuung statt.
An diesem Nachmittag planen die Erzieher/-innen Themen, die durch die Gruppensituation auftreten, sowie Feste, Feiern und Projekte im Jahresablauf.

Tagesrhythmus

7.30 – 8.00 Uhr: erste Bringezeit
8.30 – 9.00 Uhr: Essen ,Körperhygiene
9.00 – 9.15 Uhr: zweite Bringezeit
9.30 – 11.45 Uhr: freies Spiel & Angebot
12.00 – 12.30 Uhr: wir gehen in die Einrichtung
12.30 – 13.30 Uhr: Körperhygiene und Essen
13.30 – 15.00 Uhr: schlafen und ruhen
15.00 – 15.30 Uhr: Vesper
bis 16.30 Uhr: freies Spiel und Abholzeit

Pädagogische Arbeit mit Kindern setzt eine umfangreiche Zusammenarbeit mit den Eltern voraus. Ziel unserer Elternarbeit ist es, Eltern in Erziehungsfragen behilflich zu sein. Wir wünschen uns, dass Austausch, Unterstützung und Informationen auf gegenseitigem Vertrauen und Offenheit basieren – nicht nur in herausfordernden Situationen.

Aufnahmegespräch
Bei der Aufnahme des Kindes erhalten wir von den Eltern in schriftlicher Form wichtige Informationen für den Kitabesuch. In diesem Zusammenhang teilen uns die Eltern etwaige Besonderheiten, Eigenarten, Krankheiten usw. mit, um eine positive Entwicklung des Kindes zu ermöglichen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu schaffen.

Tür- und Angelgespräche
In den alltäglichen Gesprächen haben wir die Möglichkeit, Erlebnisse und Empfinden des Kindes zu reflektieren.

Elternabende
Elternabende finden in der Regel einmal im Halbjahr im Kindergarten statt und sind ein wichtiger Baustein unseres Kindergartenkonzeptes. Organisatorische sowie pädagogische Themen finden hier Raum und Zeit. Die Treffen stärken den Zusammenhalt der Eltern und Erzieher. Diese Erziehungspartnerschaft wirkt sich auf den Alltag der Kinder positiv aus, da durch gute Kommunikation viele Hürden beiseite geräumt werden können.
Bei Verhinderung der Teilnahme am Elternabend bitten wir um Absage bei einer unserer pädagogischen Fachkräfte. Ein Elternabendprotokoll informiert über  und erinnert an die besprochenen Themen und die Aufgabenverteilungen.

Entwicklungsgespräche
Die Erziehungspartnerschaft setzt einen stetigen offenen Austausch mit den Eltern voraus. Im regulären Tagesablauf ist ein intensives Gespräch nicht möglich. Daher liegen uns terminierte Einzelgespräche mit den Erziehungsberechtigten in Form von Entwicklungsgesprächen sehr am Herzen.
In bestimmten Zeitabständen bieten wir deshalb Sprechstunden an, die an unserem Schwarzen Brett immer bekannt gegeben werden.

Zusammenarbeit
Bei anstehenden Veranstaltungen und Aktivitäten (z.B. Elterncafé, Renovierungsarbeiten) haben alle Eltern die Möglichkeit sich über die aushängenden Teilnehmerlisten an der Gestaltung zu beteiligen.
Die Elternarbeit ist von der Beteiligung und Mitarbeit aller Eltern abhängig. Bastelarbeiten, die in einer Basargruppe entstehen, werden bspw. am Tag der offenen Tür oder an Festen verkauft. Der Erlös wird für die Anschaffung nützlicher Einrichtungsgegenstände oder Erneuerungsmaßnahmen verwendet.

In diesem Sinne freuen wir uns auf das gemeinsame Schaffen im Rahmen der Elternarbeit.

Jedes Kind muss wetterfest gekleidet sein. Diese Anforderung ist vorerst an die Eltern gestellt, da die Kinder erst im Verlauf ein gesundes Empfinden für die Wetterbedingungen und die damit verbundene Ausrüstung bekommen. Kleidung ist unser wichtigster Ausrüstungsbestandteil. Da uns das Wetter mit der richtigen Kleidung wenig anhaben kann, legen wir viel Wert darauf, dass jedes Kind witterungsgemäß gekleidet in den Wald geht.

bei Kälte: mehrere Kleiderschichten, Ersatzhandschuhe und Strümpfe
bei Regen: Gummistiefel, Matschhose, Regenhut
im Sommer: langärmlige Oberteile und Hosen (Schutz vor Zecken und Mücken), festes Schuhwerk, Kopfbedeckung, Sonnencreme

Jedes Kind nimmt seinen eigenen Rucksack mit in den Wald, in dem sich Trinkbecher, Brotzeit, Regenjacke, Ersatzhandschuhe und eine Sitzunterlage befinden.

  • Es werden keine Beeren, Pilze oder Tiere gegessen. Somit wird nur die Brotzeit verspeist.
  • Niemand läuft so weit weg, dass er keinen der Betreuer mehr sieht.
  • Es wird nicht gehauen, geschubst oder anders weh getan.
  • Es wird den Erziehern gesagt, wenn eine dieser Regeln gebrochen wird.

Unsere Ausstattung für den Wald

Im Bollerwagen der Kita sind Werkzeug, ein mobiles Telefon („Waldtelefon“), eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, Waschwasser, warmer Tee und Wechselkleidung. Bei ganz schlechtem Wetter, wenn es also außerordentlich eisig, regnerisch oder stürmisch ist, ist unsere Waldkindergartengruppe im Bauwagen.

Ein zeitlich immer wiederkehrender Ablauf des Vormittags, sowie wiederkehrende Rituale sind als Gegenpol zu den äußeren Einflüssen ein zuverlässiger Faktor und verleihen dem Kind Geborgenheit.

Im Rhythmus der Jahreszeiten

Thematisch sind unsere Spiele im Morgenkreis am jahreszeitlichen Rhythmus ausgerichtet und werden durch das unmittelbare Erleben im Wald in besonderem Umfange vertieft.

Bewegung
Die Impulse, die die Natur gibt, regen nicht nur zur mannigfaltigen Bewegung an, sondern schulen unsere innere und körperliche Balance. Der reichhaltige Bewegungswechsel fördert den Körper zu mehr Ausdauer und Kraft und schult die Geschicklichkeit. Aggressionen und Stress werden durch die natürliche Umgebung erst gar nicht aufgebaut. Weiterhin werden individuelle Bewegungsanregungen inszeniert. Hierdurch lernen die Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen. Wer ein Haus bauen möchte, muss zuerst das Fundament gießen und festigen, um eine solide Wohnstätte errichten zu können. Erst durch die Akzeptanz dieser Stärken und Schwächen ebnen wir den Weg zum Gedeihen einer resilienten Person. Zu einer Person, die den Mut aufbringt, eigene Schwächen zu akzeptieren, Stärken zu nutzen und Krisen zu überwinden.

Spielen
Spiele mit körperlicher Aktivität beugen körperlichen Entwicklungsstörungen vor. Natürliche, differenzierte, lustvolle Bewegungsanlässe fordern die Kinder zur Optimierung der Fein- und Grobmotorik auf und weisen die eigenen und die Grenzen der Natur auf.
Spiele mit geistiger Aktivität (Denkspiele) dienen vor allem der Konzentration und dem Durchhaltevermögen, welches der erste Schritt zur Suchtprävention ist.

Musikalische und Rhythmische Erfahrung
Musikalische und rhythmische Elemente werden im Morgenkreis sowie im Tagesablauf integriert. Wir wecken Freude am Musizieren und die Sprachentwicklung wird in hohem Maße gefördert. Nebenbei wird Kulturgut gewahrt und weitergegeben. Natürlich werden auch Kinderlieder der heutigen Zeit gesungen. Durch das Singen und Spielen auf Instrumenten entwickeln sich Regionen des Gehörs und Fingerfertigkeit.

Suchtprävention
Durchhaltevermögen, d.h. sich im Griff haben, mindert laut neuesten Studien die Suchtgefährdung erheblich. Dies übt sich zum einen beim gemeinsamen Singen eines Liedes und zum anderen bis zum Ende durchzuhalten oder sich zurückzunehmen, wenn ein Anderer im Spiel spricht oder dieses anleitet. All diese Dinge, welche als selbstverständlich für uns Erwachsene gelten, sind für Kinder eine Herausforderung und fördern die Durchhaltefähigkeit, welche später zur Abwendung von Suchtpotentialen behilflich sein kann.

Erfahren von Toleranz
„Wir sind so gern in der Natur, weil diese keine Meinung über uns hat“ (Friedrich Nietzsche). Die Geborgenheit der Natur, aufrührerische Haltung aber auch Stille und Geduld, die die Natur uns Menschen gibt, lässt aufhorchen. Sie regt ohne pädagogisches Arrangement dazu an, ihr tolerant gegenüberzustehen.

Toleranz heißt bei uns, sich selbst, der Umwelt und den Mensch friedlich und geduldig entgegenzukommen und in hohem Maße zu akzeptieren. Die Daseinsberechtigung von Nichtmenschlichem und Menschlichem wird im Umgang und durch Erkenntnis erlernt. Weiterhin werden Spiele und Lieder aus anderen Ländern gesungen, welche die Freude und Neugier auf fremde Sprachen und die Akzeptanz und Toleranz untereinander fördern. Am eigenen Leib erfahren die Kinder die Akzeptanz durch die Erzieher. Kinder werden so akzeptiert wie sie sind. Stärken und Schwächen sind bewusst, aber nicht hinderlich. Erzieher sehen nicht nur die erreichten (Teil-) Ziele, sondern die gesamte Persönlichkeitsentwicklung.

Phantasie
Durch die spielzeugfreie Zeit im Wald entwickeln die Kinder eine besondere Wertschätzung gegenüber der Natur. Die kindliche Phantasie und Kreativität wird gefördert. Kinder gestalten, beobachten, entdecken, erforschen, vergleichen und berichten im eigenen zeitlichen Rahmen. Die Umrisse natürlicher Umgebung sind oft geheimnisvoll, undeutlich, unendlich mannigfaltig und darum sehr gut geeignet die Phantasie anzuregen.

Ruhepausen
Um Erfahrungen zu verinnerlichen, muss die Möglichkeit der Entspannung in einem abgestimmten Rhythmus gegeben werden. Nur so entwickeln Menschen die Leidenschaft selbst aktiv zu werden und sind vor Erschöpfungszuständen gefeit.

Naturerfahrung
Wir machen auf Naturphänomene aufmerksam und erlangen somit ganzheitliches Wissen über ökologische Zusammenhänge.

  • Der ungestaltete Wald wird eine einprägsame Erfahrung, da er einen gesunden Ausgleich zur permanenten Reizüberflutung schafft.
  • Im Jahreskreislauf werden wichtige Ereignisse des Lebens wie Wachstum, Wandel, Vergänglichkeit und Kontinuität begreifbar.
  • Wir wollen beobachten wie ein Baum nicht nur Blätter sondern ganze Äste fallen lässt um über den Winter Kraft für ein pompöses Frühlingserwachen zu sammeln.
  • Wenn wir die Natur erleben wollen, müssen wir uns in ihr befinden.

Säulen unseres Konzeptes

Die Säulen unseres Konzepts könnt Ihr hier nachlesen.

  • Weihnachtsferien
  • Ostern
  • Tag der Arbeit
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Sommerferien drei Wochen

Kita-Gebäude: Wuhlmäuse
An der Wuhlheide 171 (im Fuchsbau)
12459 Berlin

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